Kinder, Jugendliche & Mobbing · Beratung in Innsbruck
Du weißt selbst nicht, was mit dir los ist. Oder dein Kind ist plötzlich anders.
Schule kaum aushalten. Mobbing. Rückzug. Wut. Sich selbst verletzen. Alkohol oder Cannabis. Streit zu Hause. Oder einfach der Gedanke: „Ich will nur weg.“ Eine fertige Erklärung braucht es dafür nicht.
Zwei Blickwinkel
Was innen los ist, sieht von außen oft anders aus.
Junge Menschen erleben eine Situation anders als Eltern sie beobachten. Beide Sichtweisen helfen, die Situation zu verstehen und passende nächste Schritte zu finden.
Du darfst auch sagen: „Keine Ahnung.“
Wut, Stille, Müdigkeit oder das Gefühl, fertig zu sein brauchen nicht sofort eine Erklärung. Manches lässt sich reden, anderes aufschreiben, zeichnen oder erst einmal liegen lassen. Dein Tempo zählt.
Du merkst: Mein Kind ist nicht mehr wie sonst. Und auf Fragen kommt oft nur „nichts“.
Wir halten fest, was du wirklich beobachtest, ohne vorschnell etwas hineinzuinterpretieren. Danach klären wir Sicherheit, notwendige Unterstützung und wer jetzt einbezogen werden sollte.
Was gerade auffallen kann
Was in der Schule, im Chat oder zu Hause passiert, zeigt sich manchmal ganz woanders.
Schlaf wird schlechter. Wut kommt schneller. Schule wird gemieden. Freunde werden weniger. Oder nach außen wirkt lange alles normal. Deshalb zählt nicht ein einzelnes Verhalten, sondern das ganze Bild.
Schon der Gedanke an Schule macht Druck.
Unterricht, Pausen, Leistungsdruck, Ausgrenzung oder bestimmte Begegnungen können dazu führen, dass der ganze Tag schon vor Schulbeginn kippt.
Freunde, Hobbys oder Gespräche werden weniger.
Manches wird stiller, ohne dass sofort klar ist, warum.
Zu Hause explodiert etwas, das vorher noch gehalten hat.
Wut, Türenknallen, Schweigen oder Rückzug sind nicht automatisch die Ursache. Sie können zeigen, dass irgendwo längst zu viel Druck entstanden ist.
Was in Chats oder sozialen Medien passiert, bleibt nicht am Bildschirm.
Ausgrenzung, Gerüchte oder Druck aus Gruppen können bis nach Hause weiterwirken.
Auch darüber darf gesprochen werden
Ritzen. Drogen. Gewalt. Mobbing. Suizidgedanken. Darüber reden wir direkt.
Keines dieser Themen wird beschämt oder als „Phase“ abgetan. Entscheidend ist: Was passiert gerade wirklich? Bist du sicher? Wer muss jetzt sofort mithelfen?
Du ritzt dich, verletzt dich anders oder denkst oft daran.
Das wird direkt angesprochen, ohne Beschämung. Wichtig ist, was unmittelbar davor passiert, was danach anders ist und ob zusätzlich Suizidgedanken oder eine akute Gefährdung da sind.
Alkohol, Cannabis oder andere Drogen nehmen mehr Raum ein.
Kein Verhör und keine Moralpredigt. Entscheidend sind Häufigkeit, Situation, Folgen und die Frage, ob Alkohol oder Drogen helfen sollen, etwas anderes auszuhalten. Suchtberatung, Medizin oder andere Fachhilfe werden einbezogen, sobald sie wichtiger sind.
Du wirst bedroht, geschlagen, kontrolliert, sexuell bedrängt oder verletzt.
Schutz geht vor Beratung. Bei aktueller Gewalt, sexueller Gewalt oder Bedrohung zählt zuerst, dass du nicht allein damit bleibst und passende erwachsene beziehungsweise professionelle Hilfe erreicht wird.
Der Gedanke ist da: Ich will nicht mehr leben oder nur noch weg.
Das wird ernst genommen und direkt angesprochen. Angst, dir etwas anzutun, führt zuerst zu akuter Hilfe und nicht zu einem regulären Termin.
Akute Hilfe auf suizid.at
Psychosoziale Beratung
Beratung mit Jugendlichen sieht nicht immer nach Sitzen und Reden aus.
Je nach Alter und Situation kann Reden passen. Oder Schreiben, Zeichnen, Materialien, Bewegung und konkrete Alltagssituationen. Eine perfekte Antwort ist nicht nötig.
Bei Minderjährigen wird der Rahmen mit dem jungen Menschen und den Eltern oder anderen Sorgeberechtigten verständlich geklärt. Dazu gehört auch, was vertraulich bleibt und wann Sicherheit oder rechtliche Pflichten eine Weitergabe von Informationen notwendig machen können.
Für Eltern
Du spürst, dass etwas nicht stimmt. Und dein Kind sagt nur: „Nichts.“
Rückzug, Wut, Schulverweigerung, Verletzungen am Körper, veränderte Freundschaften, Alkohol, Cannabis oder Sätze wie „Ich will nur weg“ werden nicht mit einem schnellen Etikett beantwortet. Wir klären, was du wirklich beobachtest, wie sicher dein Kind ist und wer jetzt einbezogen werden muss.
Hinschauen, ohne vorschnell zu deuten.Was hat sich tatsächlich verändert? Seit wann? In welchen Situationen?
Im Gespräch bleiben.Wie kannst du ansprechbar sein, ohne dein Kind mit Fragen zu überrollen?
Nächsten Schritt klären.Was könnt ihr selbst tun und wo braucht es Unterstützung von Schule, Kinder und Jugendhilfe, Medizin, Psychologie oder Psychotherapie?
Fachlicher Hintergrund
Ein Verhalten zeigt nie alles, was in einem jungen Menschen los ist.
Ich arbeite laufend im Auftrag der Kinder und Jugendhilfe mit Kindern, Jugendlichen und Familien in belastenden Lebenssituationen. Dazu kommen Traumapädagogik, Krisen und Trauma Fachberatung sowie meine Tätigkeit als Trainer für Psychische Erste Hilfe in der Sekundarstufe I und II.
Für Eltern und junge Menschen heißt das: Schule, Freundschaften, Handy, Familie, Mobbing, Gewalt, Rückzug, Selbstverletzung, Alkohol, Cannabis oder andere Drogen und Streit werden zusammen betrachtet. Entscheidend ist, was tatsächlich passiert und welche Hilfe jetzt notwendig ist.
Ausbildungen & Erfahrung ansehenErster Beratungstermin
Der erste Termin ist keine Suche danach, was mit dir „falsch“ ist.
Es geht darum, was gerade passiert, wie sicher die Situation ist und was jetzt wirklich gebraucht wird. Bei Selbstgefährdung, Gewalt oder einem anderen akuten Risiko reicht ein regulärer Beratungstermin nicht aus. Dann hat unmittelbare Hilfe Vorrang.
Endpreis. Umsatzsteuerfrei aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG.

Andreas FelderDipl. Psychosozialer Berater