Systemische Reflexion
Systemische Aufstellungsarbeit
Beziehungen und Perspektiven werden mit Figuren, Karten oder Positionen im Raum sichtbar gemacht.

Kurz erklärt
Was bedeutet Systemische Aufstellungsarbeit in meiner Arbeit?
Die Darstellung dient als Gesprächs und Reflexionshilfe. Sie zeigt deine aktuelle Wahrnehmung und erhebt keinen Anspruch, eine objektive Wahrheit über andere Menschen abzubilden.
Ablauf
Wie läuft dieser Zugang in der Beratung konkret ab?
Der Ablauf wird vorher erklärt, bleibt transparent und lässt sich jederzeit verändern.
Worum es heute geht
Zuerst legen wir fest, worauf wir heute schauen und was am Ende des Gesprächs hilfreicher oder klarer sein soll.
Methode erklären
Ich erkläre den Ablauf vorher in verständlicher Sprache. Du weißt, was wir tun und wozu der einzelne Schritt dient.
Ausprobieren
Wir arbeiten in kleinen Schritten. Deine Rückmeldung bestimmt Tempo, Dauer und ob wir fortsetzen.
Einordnen
Am Ende schauen wir, was sich gezeigt hat und was davon für deinen Alltag oder das nächste Gespräch relevant ist.
Ein Beispiel aus dem Alltag
So wird aus einem Methodennamen etwas Verständliches.
In einer Familienfrage fühlt sich vieles gleichzeitig nah und unübersichtlich an. Figuren oder Karten helfen, Beziehungen, Zuständigkeiten und unterschiedliche Blickwinkel sichtbar zu machen.
In der Beratung
Wofür wird der Zugang eingesetzt?
Nähe, Distanz und Rollen sichtbar machen.
Unterschiedliche Blickwinkel ausprobieren.
Verantwortung und Zuständigkeiten klarer trennen.
Passung statt Methode um jeden Preis
Wann passt dieser Zugang und wann eher nicht?
Viele Personen oder Rollen machen eine Situation unübersichtlich.
Nähe, Distanz und Verantwortung sollen klarer getrennt werden.
Du möchtest eine Beziehungssituation sichtbar vor dir sehen, statt ausschließlich darüber zu sprechen.
Du erwartest eine esoterische Familienaufstellung oder Aussagen über andere Menschen ohne deren Beteiligung.
Die Darstellung fühlt sich zu exponiert oder zu emotional an.
Familienpsychotherapie oder diagnostische Abklärung wird gesucht.

Fachlicher Rahmen
Die Methode bleibt ein Werkzeug.
Ich arbeite damit nüchtern und transparent, ohne esoterische Deutungen oder Vorhersagen.
Fachlich eingeordnet
Worauf diese Beschreibung gestützt ist.
Ich trenne beruflichen Rahmen, Methodendarstellung und Forschung bewusst voneinander. Eine Quelle zu einer verwandten Methode wird nicht als Wirksamkeitsnachweis für diese Arbeitsweise ausgegeben.
Häufige Fragen
Was Menschen vor einer Methode wissen möchten.
Die kurzen Antworten helfen beim Einordnen. Im Erstgespräch klären wir, ob eine Methode für deine Situation überhaupt eine Rolle spielt.
Muss ich diese Methode machen?
Nein. Eine Methode ist keine Pflicht. Was sich unpassend anfühlt, wird nicht weitergeführt.
Ist Systemische Aufstellungsarbeit eine Therapie?
Die Methode ersetzt weder Familienpsychotherapie noch diagnostische Verfahren.
Wie merke ich, ob der Zugang zu mir passt?
Du bekommst vorher eine Erklärung und entscheidest im Gespräch mit. Wird der Zugang unklar oder unangenehm, verändern oder beenden wir ihn.
Erster Beratungstermin
Die Methode steht nicht vor der Beratung.
Zu Beginn klären wir Situation, Ziel und fachlichen Rahmen. Zusätzliche Methoden sind oft gar nicht nötig. Ein ergänzender Zugang wird vorher erklärt: warum er passt und was dabei konkret passiert.

Andreas FelderDipl. Psychosozialer Berater