Gedanken und Überzeugungen
Arbeit mit Glaubenssätzen
Wiederkehrende innere Sätze werden sichtbar gemacht und darauf geprüft, woher sie kommen und ob sie heute noch hilfreich sind.

Kurz erklärt
Was bedeutet Arbeit mit Glaubenssätzen in meiner Arbeit?
Sätze wie „Ich muss alles allein schaffen“ oder „Ich darf niemanden enttäuschen“ werden nicht einfach positiv umformuliert. Wir prüfen Ursprung, Funktion und realistischere Alternativen.
Ablauf
Wie läuft dieser Zugang in der Beratung konkret ab?
Der Ablauf wird vorher erklärt, bleibt transparent und lässt sich jederzeit verändern.
Worum es heute geht
Zuerst legen wir fest, worauf wir heute schauen und was am Ende des Gesprächs hilfreicher oder klarer sein soll.
Methode erklären
Ich erkläre den Ablauf vorher in verständlicher Sprache. Du weißt, was wir tun und wozu der einzelne Schritt dient.
Ausprobieren
Wir arbeiten in kleinen Schritten. Deine Rückmeldung bestimmt Tempo, Dauer und ob wir fortsetzen.
Einordnen
Am Ende schauen wir, was sich gezeigt hat und was davon für deinen Alltag oder das nächste Gespräch relevant ist.
Ein Beispiel aus dem Alltag
So wird aus einem Methodennamen etwas Verständliches.
Ein Satz wie „Ich muss alles schaffen“ taucht in vielen Situationen auf. Wir prüfen, wann er entstanden ist, wann er heute Druck macht und welche realistische Formulierung besser zu deinem Alltag passt.
In der Beratung
Wofür wird der Zugang eingesetzt?
Wiederkehrende innere Regeln benennen.
Ausnahmen und Gegenbeispiele aus dem eigenen Leben finden.
Einen Satz wählen, der glaubwürdig und alltagstauglich ist.
Passung statt Methode um jeden Preis
Wann passt dieser Zugang und wann eher nicht?
Sätze wie „Ich muss“ oder „Ich darf nicht“ tauchen in vielen Situationen wieder auf.
Selbstkritik oder hohe Ansprüche beeinflussen Entscheidungen und Grenzen.
Du möchtest prüfen, welche innere Regel heute noch zu deinem Leben passt.
Ein Satz wird zum Beweis für eine Diagnose oder eine vermeintliche tiefe Ursache erklärt.
Positives Denken soll reale Belastungen ersetzen.
Schwere psychische Beschwerden brauchen vorrangig psychotherapeutische oder medizinische Behandlung.

Fachlicher Rahmen
Die Methode bleibt ein Werkzeug.
Die Arbeit bleibt an konkreten Situationen orientiert.
Fachlich eingeordnet
Worauf diese Beschreibung gestützt ist.
Ich trenne beruflichen Rahmen, Methodendarstellung und Forschung bewusst voneinander. Eine Quelle zu einer verwandten Methode wird nicht als Wirksamkeitsnachweis für diese Arbeitsweise ausgegeben.
Häufige Fragen
Was Menschen vor einer Methode wissen möchten.
Die kurzen Antworten helfen beim Einordnen. Im Erstgespräch klären wir, ob eine Methode für deine Situation überhaupt eine Rolle spielt.
Muss ich diese Methode machen?
Nein. Eine Methode ist keine Pflicht. Was sich unpassend anfühlt, wird nicht weitergeführt.
Ist Arbeit mit Glaubenssätzen eine Therapie?
Schwere oder anhaltende psychische Beschwerden gehören zusätzlich in den passenden psychotherapeutischen oder medizinischen Rahmen.
Wie merke ich, ob der Zugang zu mir passt?
Du bekommst vorher eine Erklärung und entscheidest im Gespräch mit. Wird der Zugang unklar oder unangenehm, verändern oder beenden wir ihn.
Erster Beratungstermin
Die Methode steht nicht vor der Beratung.
Zu Beginn klären wir Situation, Ziel und fachlichen Rahmen. Zusätzliche Methoden sind oft gar nicht nötig. Ein ergänzender Zugang wird vorher erklärt: warum er passt und was dabei konkret passiert.

Andreas FelderDipl. Psychosozialer Berater